Über die Stiftung
Franziskanisches Wiedereingliederungszentrum - OIKOS
Warum „OIKOS”?
Der Name unseres Zentrums leitet sich vom griechischen Wort *oikos* ab, das einfach nur Heimat bedeutet. Das Wort hat auch eine tiefere Bedeutung - im alten Griechenland und im Neuen Testament bezog es sich nicht nur auf den Wohnort selbst, sondern auch auf Familie, Beziehungen und Gemeinschaft.
Wir möchten, dass OIKOS genau so ein Ort ist - ein sicheres und unterstützendes „Zuhause” für Menschen, die durch ihre Sucht das Gefühl der Zugehörigkeit und die Verwurzelung im Alltag verloren haben.
Damit verbunden ist auch das Konzept der *Reintegration* oder die Rückkehr zur Ganzheit. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „wieder aufbauen, was zerbrochen wurde”. Dies kann sowohl individuell - als Rückgewinnung der eigenen Person - als auch gesellschaftlich - als Wiederherstellung der Beziehungen zu geliebten Menschen, zur Familie, zur Gemeinschaft - verstanden werden.
Sucht - sei es nach Alkohol, Drogen oder Verhaltensweisen - wirkt oft wie etwas, das einen Menschen von anderen trennt, wie eine giftige Beziehung, aus der es schwierig ist, sich zu befreien. Unser Ziel ist es, Ihnen dabei zu helfen, sich von dem zu lösen, was destruktiv ist - und zu einem erfüllteren, sinnvolleren Leben zurückzukehren.
Der Name „OIKOS” ist nicht zufällig - er ist nicht auffällig, aber dahinter verbirgt sich ein wichtiger Gedanke: Jeder verdient es, sich wieder „zu Hause” zu fühlen.
Das franziskanische Wiedereingliederungszentrum OIKOS stützt sich auf die Philosophie des Programms „Daytop”. auf, dessen Grundsätze im Folgenden dargelegt werden.
1963 wurde in den USA das Suchtbehandlungsprogramm „Daytop” ins Leben gerufen. Es betont die Rolle der menschlichen Interaktion, vor allem die der Ehrlichkeit, bei der Behandlung von Suchtkrankheiten. Es gilt als eines der wirksamsten Programme seiner Art. Es wird beschrieben als „eine unterstützende emotionale Gemeinschaft, in der sich die Menschen sicher fühlen, gleichzeitig aber auch streng für sich selbst verantwortlich sind”. FOR OIKOS stützt sich auf die Philosophie des Programms „Daytop”:
„Wir sind bestrebt, dass auch unsere Gemeinschaft das Beste aus der Daytop-Philosophie erhält, die in den Worten zusammengefasst ist:
Ich bin hier, weil ich nicht mehr vor mir selbst weglaufen kann.
Ich werde so lange wegrennen, dopBis ich es wage, mich selbst in den Augen und Herzen der anderen zu sehen.
So lange werde ich leiden und fürchten, dopBis ich meine Geheimnisse mit anderen teile.
Wenn ich anderen nicht vertraue, werde ich allein sein.
Nur an diesem Ort kann ich mich wie in einem Spiegel sehen.
Nur muss ich hier nicht der Riese meiner Träume oder der Zwerg meiner Ängste sein.
In diesem Haus bin ich Teil der Gemeinschaft und teile die Ziele und die täglichen Mühen mit meinen Mitbürgern.
Wenn ich hier Wurzeln schlage, kann ich wachsen und etwas schaffen, ohne einsam zu sein.
Indem ich anderen helfe, kann ich auch mich selbst finden”.”
Zielsetzung der Stiftung Franziskanisches Wiedereingliederungszentrum - OIKOS:
- Förderung des Bewusstseins für alkoholbedingte Krankheiten,
- Organisation der Behandlung von Alkoholismus durch Aktivitäten wie, aber nicht beschränkt auf:
Therapie für Süchtige,
Co-Abhängigkeitstherapie,
Hilfe für Kinder aus dysfunktionalen Familien,
die Einrichtung eines ambulanten Zentrums und einer Tagesklinik,
Gesundheitsfürsorge für Süchtige, Mitsüchtige und ihre Familien,
rechtliche Betreuung von Süchtigen, Mitsüchtigen und ihren Familien,
wirtschaftliche und finanzielle Beratung für Süchtige, Mitsüchtige und ihre Familien.
Die Stiftung nimmt ihre satzungsgemäßen Aufgaben insbesondere dadurch wahr:
- Organisation und Finanzierung sämtlicher Arbeiten und Initiativen, die zur Verwirklichung der Ziele der Stiftung durchgeführt werden
- Organisation und Finanzierung von Konferenzen, Seminaren, Ausbildungskursen und Vorträgen auf dem unter die Ziele der Stiftung fallenden Gebiet
- Organisation und Finanzierung von Aktivitäten zur Entwicklung, Verbreitung und Förderung der Ziele der Stiftung
- Organisation und Finanzierung von Informationsmaßnahmen zur Förderung der Ziele der Stiftung
- Zusammenarbeit mit staatlichen und selbstverwalteten Institutionen sowie anderen juristischen und natürlichen Personen im In- und Ausland zur Erfüllung des Stiftungszwecks
- Aufbau und Betrieb sowie Unterstützung und Entwicklung von therapeutischen Einrichtungen für Süchtige, Mitsüchtige und deren Familien
- Einrichtung und Betrieb von Beratungs- und Behandlungszentren für Alkoholabhängigkeit
- Organisation moderner Methoden zur Behandlung der Alkoholsucht
- Organisation der Nachbetreuung von Personen, die ihre Behandlung abgeschlossen haben
- die Durchführung von Programmen im Bereich der Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen sowie der häuslichen Gewalt, einschließlich u. a. sportlicher, kultureller und freizeitbezogener Aktivitäten
- Vergabe von Stipendien für Kinder aus von Alkoholismus betroffenen Familien
- soziale Unterstützung für Süchtige, Co-Abhängige und ihre Familien
- Organisation von Vorträgen für Fachleute
- Bildungsaktivitäten für junge Menschen
- Ausbildung von Personal in der Drogenbehandlung
- Ausübung wirtschaftlicher Tätigkeiten im Zusammenhang mit den Zielen der Stiftung
- Durchführung von therapeutischen Aktivitäten im Zusammenhang mit den Zielen der Stiftung